Fuerteventura

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Die kanarischen Inseln, oder auch die Inseln der Glückseligen genannt, bilden eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs, die sich circa 1.200 km vom spanischen Festland entfernt befindet. Sie bestehen aus sieben Hauptinseln (El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote) sowie sechs Nebeninseln (La Graciosa, La Alegranza, Roque del Este, Roque del Oeste, Montaña Clara, Isla de Lobos). Offizielle Amtssprache ist Spanisch (Castellano), doch aufgrund der Ferne zur Penínsulaund der geographischen Nähe zu sowohl Afrika als auch Amerika und dem damit einhergehenden Einfluss, wird das kanarische Spanisch als eine Dialektform des Castellanobetrachtet.

Die Ureinwohner der Kanaren waren die Guanchen. Sie bewohnten bis ins 15. Jahrhundert den Archipel, bis es 1402 vom ersten Eroberer Jean de Béthencourt zumindest teilweise eingenommen wurde. Er unterwarf zunächst Fuerteventura und Lanzarote, sowie La Graciosa und La Alegranza. Der Hauptteil des Feldzuges fand unter den Reyes Católicos (Isabella I., Ferdinand II.) gegen Ende des 15. Jahrhunderts statt. Im so genannten Annus mirabillis (1492) wird schließlich auch La Palma erobert und der Archipel wird von nun an Bindeglied zwischen zwei Peripherien: Amerika auf der einen Seite und der Iberischen Halbinsel auf der anderen. Kolumbus startet ebenfalls 1492 von La Gomera aus seine Fahrt in die Neue Welt; hauptsächlich, weil ein kompletter Seeweg damals technisch noch nicht möglich gewesen wäre. So wird der Zwischenstopp auf den Inseln dazu genutzt, die Schiffe zu überholen, ferner Proviant an Bord zu nehmen und die Inselhäfen werden zu Umschlagplätzen für den Warenaustausch zwischen den beiden Randgebieten.

Von nun an läuft die Hispanisierung der Inseln parallel zur Kolonisierung Amerikas bis schließlich 1494/1495 als letzte Insel Teneriffa nach heftigem Widerstand der Guanchen erobert wird. Da besonders hierbei sehr viel Kulturgut zerstört wurde, kann man sagen, dass als nahezu einziges bedeutendes kulturelles Erbe der Guanchen bis heute die Pfeifsprache (el silbo) auf La Gomera erhalten blieb.

Die kastilische Krone bemühte sich nun um eine rasche Besiedlung der Inseln, die vor allem von Andalusien bzw. allgemeiner gesprochen vom südlichen Teil der Iberischen Halbinsel aus ging. Bewohner der Algarve, aber auch die der benachbarten Insel Madeiras, sowie Basken und Gallizier; viele Menschen sahen den Reiz, den dieses neu erobertete Fleckchen Erde vermittelte. Immerhin baten sich hier neue wirtschaftliche Möglichkeiten, die es auszuschöpfen galt.

Somit entstanden dort in kürzester Zeit verschiedene kulturelle Strömungen, die bis heute auf dem Archipel belegt und beobachtet werden können.